Die Schwerpunkte der Forschungs- und Entwicklungsarbeit bei Scrollbars waren 1999 wiederum die Kernkompetenzbereiche Web-Navigation, Betriebssystemstabilität und Monitor-Bildlaufleistentechnologie.


Der Erfolg der Scrollbars AG basiert auf intensiver Forschungs- und Entwicklungsarbeit in enger Kooperation mit Effinger Technologies (Mokingen). Auch 1999 standen wieder die Kernkompetenzen Navigation, Plug-Ins für Betriebssysteme und Monitortechnik im Mittelpunkt der Aktivitäten. Die Innovationsrate, das ist der Umsatzanteil der in den letzten 5 Jahren eingeführten neuen Produkte, lag bei über 30%.




Die Aufwendungen des Konzerns für Forschung und Entwicklung erhöhten sich überproportional zum Umsatz um 10,5% auf 155 Mio. DM (Vorjahr: 144 Mio. DM).
Sie erreichten damit 2,2% vom Umsatz. Bei der Berechnung dieser Aufwendungen wurden erstmals die Regeln von IAS 9 (Research and Development Costs) angewendet.


In der Balkenforschung der Sparte Monitor-Plug-Ins stand die Einführung neuer Screening-Verfahren zur Untersuchung von Wirkstoffen und Endprodukten gegen UV-Licht-Schädigung und vorzeitige Materialalterung im Mittelpunkt. Erwähnenswert unter den zahlreichen Produkt-Neuentwicklungen in 1999 ist insbesondere die Serie des neuen Diagonalbalken aus handgeschnitzter Eiche ( 'Scroll Oak®').

Durch eine neuartige Phasen-Inversions-Technologie gelang es erstmalig, mit einer Bildlaufleiste aus organischem Material den Gleitfaktor 15 zu erreichen. Im Jahr 2000 ist es gelungen, diesen Gleitfaktor weiter zu erhöhen. Mit der Einführung der Slide Balance Q10 Foundation wurde die Q10-Technologie erfolgreich in das funktionale Scrollbalkensortiment übertragen. Q10 ist ein holzeigenes Coenzym. Es steigert die Leistungsfähigkeit der Holzzellen und wirkt ihrer Alterung entgegen. Seine Übertragung auf weitere Sortimentsbereiche wird auch in den nächsten Jahren für Produktinnovationen sorgen.


Für die Forschung der Sparte OS-Plug-Ins stand die Fehlerbereinigung im Vordergrund. Eine neue Generation von Bugfixes für chronische Fehlfunktionen, die betriebssystem-immanente Störungen gleichzeitig mit der Installation der neuen Bildlaufleiste behebt, befindet sich in der Testphase.
Als Basis für zukünftige innovative Consumer-Produkte mit und ohne Sounduntermalung wurde im Berichtsjahr die Polyurethan-Technologie entscheidend weiter entwickelt. Verstärkt wurde auch die Grundlagenforschung im Bereich der Textiltechnologie. Dies führte im Berichtsjahr in der Kompressions-Technologie zur erfolgreichen Einführung von neuen Produkten wie ZipBar®




Der Forschungs-und Entwicklungsbereich der Sparte Browser-Plug-Ins konzentriert sich auf die Entwicklung und Umsetzung neuer lösemittelfreier Herstellverfahren für leistungsfähige Scrollbänder auf der Basis neuer Hotmelt-Technologien.
1999 wurden Pilotanlagen installiert und erste Produkte erfolgreich am Markt erprobt. Für den Aufbau entsprechender Produktionsanlagen wurden im Berichtsjahr Investitionen von über 65 Mio. DM genehmigt.

Ein weiteres zukunftsweisendes Projekt ist die Datenspeicherung auf Polymer-Scrollbalken. Sie findet unter dem Schlagwort Scroll-ROM große Resonanz. Mittels Laserstrahlen können hier Daten in einer außergewöhnlich hohen Speicherdichte in die klassische Bildlaufleiste geschrieben werden. Das eröffnet Möglichkeiten zur Entwicklung völlig neuer kompakter Speichermedien. Die Grundlagenforschung im neu aufgebauten Laser-Labor führte bereits jetzt zu einer Reihe von Patentanmeldungen. 

Ebenfalls weltweit zum Patent angemeldet wurde im Berichtszeitraum der dreidimensionale Möbius-Balken (3DBar®), der auf herkömmlichen Röhrenmonitoren im Raum schwebende Bildlaufleisten erzeugt. Das Möbius-Prinzip läßt sich aus technischen Gründen (u.a. wegen der fehlenden Bautiefe) nicht auf Flachbildschirme wie TFT-Displays anwenden. An einer Softwarelösung für dieses Problem wird derzeit mit Hochdruck gearbeitet.

 








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